Grundschulkonzept in Nersingen
 

Nersingen hat abgestimmt
Wie geht es weiter?


In der Frage der Neuausrichtung der Grundschullandschaft in der Gemeinde Nersingen ist das Ergebnis deutlich:

Ja                                                               25,6 %
Nein                                                                74,4%


Bleibt zu hoffen, dass die Klarheit des Ergebnisses Zeugnis dafür ist, dass eine Mehrheit tatsächlich den Fortbestand der Schule wünscht und nicht fadenscheinige Argumente und haltlose Anschuldigungen in Richtung der Schulleiterinnen und des Bürgermeisters den Ausschlag gegeben haben.

Richtig wäre gewesen, sich schon vor der Abstimmung von solchen Stimmen zu distanzieren. Mutig ist es, mit wenigen, dafür guten Argumenten seinen Standpunkt zu vertreten.
Fraglich dagegen ist, auf Masse statt Klasse zu setzen, Nachweise schuldig zu bleiben und am Ende die Karte der persönlichen Diskreditierung zu ziehen.
Aber vielleicht gelingt es der Bürgerinitiative ja jetzt, da sie eine Mehrheit hinter sich weiß, auf den Weg der Sachlichkeit zurückzukommen.


Weiter so...?

Da mit dieser Entscheidung eine Menge Probleme ungelöst im Raum stehen bleiben, wird es spannend, welche Konzepte für deren Lösung entwickelt werden. Die Zahl der Erstklässler im kommenden Schuljahr ist mit 95 jedenfalls deutlich unter der Prognose der Initiative - diese hatte aus der Zahl der Betreuungsplätze eine Jahrgangsstärke von 124 Kindern, also über 30% mehr prognostiziert.
Auch längerfristig werden diese Zahlen nicht Realität sein und so werden mangelnde Lehrerstunden und Umverteilung der Schüler zwischen den Ortsteilen weiterhin große Herausforderungen darstellen.

Eine weitere Herausforderung wird kurz- und auch längerfristig der Lehrermangel [1] sein. Damit bleibt die Frage, ob die Gemeinde überhaupt die nötigen Lehrkräfte zum Unterrichtsbetrieb an drei Schulhäusern bekommen wird.

Bleibt die Hoffnung, dass diese Entscheidung für die Kinder und Eltern der nächsten Jahrgänge dennoch die richtige ist.


Falsch ist, unabhängig vom Ausgang der Abstimmung, die Art der Auseinandersetzung. Auch wenn die Gemeinde ihren Teil dazu aufarbeiten muss bleibt festzuhalten:
Der enorme Einsatz der Befürworter des Schulerhalts zeigte am Ende nicht mehr, dass den Akteuren kein Preis zu hoch ist, ihren Standpunkt zu vertreten und zu überzeugen, nein, am Ende war einfach jedes Mittel recht. Das ist leider etwas vollkommen anderes.

Machen wir nun das Beste daraus...!

[1]: https://www.news4teachers.de/2022/08/lehrermangel-viel-schlimmer-als-gedacht-schulleitungen-muessen-in-den-ferien-notplaene-ausarbeiten/