Grundschulkonzept in Nersingen
 

Fair Play
Grundregeln einer Auseinandersetzung


Der Förderverein Fahlheim (FVF) [3] zitiert eine Studie [4], die sehr genau schildert, wie ein Diskurs über eine mögliche Schulschließung vielerorts in einen Konflikt entartet, der im wesentlichen von Unsachlichkeit geprägt ist. Dazu heißt es:

"Im Laufe der Studie wurde deutlich, dass sich in die Diskussion um den Fortbestand des eigenen Standorts auch die Ängste und Sorgen um die Zukunftsfähigkeit des gesamten Dorfes mischen. Bisweilen scheint eine auf das Wohl und die Bildungschancen der betroffenen Kinder ausgerichtete Diskussion von anderen – möglicherweise gleichermaßen legitimen – Interessen dominiert."[4, S. 30]

und weiter:
"Im Verlauf der Studie wurde deutlich, dass der Kommunikations- und Entscheidungsprozess um Standortanpassungen von Grundschulen im ländlichen Raum häufig von Konflikten und emotional bis persönlich verletzenden Diskussionen zwischen Einzelakteuren, Interessensverbänden, Entscheidungsträgern, politischen Verantwortungsträgern begleitet wird. Häufig werden auch die Medien einbezogen, um überregional für die Unterstützung der eigenen Position zu werben. Bei den Gutachtern ist in Einzelfällen der Eindruck entstanden, dass die sozialen und emotionalen Schäden, die aus solchen verbalen Auseinandersetzungen entstehen, gegenüber den aus Schließung erfolgten Nachteilen sogar überwiegen können. Hierfür geben Beteiligte aus geführten Gesprächen hinreichende Anhaltspunkte.
Zudem hat die Emotionalisierung von Konflikten in einigen Fällen Lösungen zur Folge gehabt, die keiner sachlichen Begründung folgten, sondern auf Grundlage persönlicher Kränkungen getroffen wurden [...]
Unabhängig vom Ausgang der Entscheidung ist es offensichtlich der Kommunikationsprozess selbst, der innerhalb oder zwischen Dorfgemeinschaften nachhaltige Verletzungen hinterlassen kann, die auch für spätere Entscheidungen handlungsleitend sein können. Im Folgenden sollen daher die Punkte des Kommunikationsprozesses herausgestellt werden, an denen – aus Sicht der Gutachter – sich leicht Konflikte entzünden können. Ziel ist es dabei, Hinweise auf einen von den beteiligten Akteuren als fair empfundenen Anpassungsprozess zu geben."
[4, S.30-31]



Leider sind diese Tendenzen auch in Nersingen unübersehbar zu Tage getreten. Der FVF verlinkt auf die Seite von Frau Renate Hartwig zu einem offenen Brief. Eigentlich nicht schlimm, jedoch verbreitet diese Frau auf der verlinkten Seite ein Schriftstück [1], das seinesgleichen sucht. Hier fallen alle Hemmungen, es werden haltlose Vorwürfe formuliert - aber der Förderverein sieht scheinbar keinen Grund, sich von dieser Frau und ihrer Form der Auseinandersetzung zu distanzieren. Im Gegenteil, der Vorsitzende des Elternbeirats Detlef Buck verbreitet Links auf dieses Schreiben mittels WhatsApp Status.

Kommentar zum Schreiben....



Aber auch die eigenen Informationen des Vereins [2, 3] sind teilweise ein gutes Stück von Sachlichkeit entfernt. Neben den Informationsvideos mit auffallend oft sehr hämischen Unterton werden hier viele Argumente sehr einseitig dargestellt, oder stützen sich auf Quellen, die den eigenen Standpunkt nur bedingt widerspiegeln.
Näheres in einem Fakten Überblick.

[1]: https://direct.renate-hartwig.de/es-geht-uns-alle-an/
[2]: https://www.nersingen-buergerentscheid.de/
[3]: https://www.rettet-gs-oberfahlheim.de/
[4]: https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/S/schulsystem/Downloads/Grundschul_Studie.pdf